Ein neuer Spiele-Rechner für Stefan - Teil III

Kurze Zwischen-Rechnung

Für die folgende Rechnung habe ich jetzt einfach die Hardware genommen, die ich selbst bevorzugen würde. Da es mir nur darum geht, eine Beispiel-Rechnung auf zumachen, und die Komponenten auch preislich nicht allzu weit auseinander liegen (von 2 vs. 4 GB Speicher abgesehen), ist es letzten Endes relativ unerheblich, ob sich Stefan tatsächlich für diese Komponenten entscheidet.
Außerdem hat ja auch nicht jeder Händler jede Hardware (zum selben günstigen Preis) im Angebot, sodass wir uns erst bei der Endgültigen Bestellung dann tatsächlich auf die einzelnen Komponenten festlegen werden.

Bei den einzelnen Posten und dem Endergebnis ist dabei allerdings zu beachten, dass es sich immer um den Preis des jeweiligs günstigsten Anbieters handelt, und dass noch keine Versandkosten mit eingerechnet sind. Der Endbetrag muss also, je nachdem bei wem und bei wie vielen Händlern bestellt wird, noch einmal um einige Euro (zwischen 15 und 25 Euro) nach oben korrigiert werden!

Prozessor AMD Phenom II X2 550 Black Edition 85 Euro
Mainboard Gigabyte GA-MA770T-UD3P 75 Euro
Arbeitsspeicher OCZ Platinum DIMM 2GB PC3-12800U CL7-7-7-20 (DDR3-1600) (OCZ3P16002G) 35 Euro
Grafikkarte ATI Radeon HD 4770, 512 MB 80 Euro
Netzteil Enermax PRO82+ 425 Watt 55 Euro
Festplatte Seagate Barracuda 7200.10 250GB 37 Euro
Laufwerk LG GH22NS40 20 Euro
Gehäuse Cooler Master Elite NV-334 20 Euro (privat)
Summe 2 GB System 407 Euro


Obwohl sich die Preise für Hardware fast täglich (geringfügig) ändern, werden wir also mit dieser Rechnung deutlich unter dem gesteckten Zielbetrag von 450 Euro bleiben - selbst mit Versandkosten.
Insofern kann sich Stefan also nochmals überlegen, ob er tatsächlich 4 GB RAM verbauen, oder eine etwas bessere Grafikkarte nehmen möchte, in sein Kühlkonzept investiert (gute Lüfter oder ein spezieller CPU-Cooler) oder das Geld vorerst schlicht und einfach spart.

Woher die Komponenten nehmen?

Um den günstigsten Preis und Anbieter eines Produkts zu bestimmen, gibt es mittlerweile unzählige Preissuchmaschinen im Internet. Speziell die Suche nach Unterhaltungselektronik gestalte sich äußerst einfach. Idealo, Heise oder Geizhals – bezüglich der erzielten Treffer unterscheiden sich die Anbieter kaum. Allerdings habe ich bei Idealo schon häufiger fehlerhafte Daten festgestellt, weswegen ich inzwischen lieber auf die Preis-Suchmaschine von Heise zurückgreife – zumal Heise auch für die jeweiligen Kategorien eine TOP10 anbietet, an der sich der unentschlossene Käufer bei der Hardware-Suche im Allgemein ganz gut orientieren kann.

Für Stefans System habe ich aber vorrangig die Preissuchmaschine Schottenland bemüht, da man hier einerseits eine sehr gute Übersicht über die Daten der jeweiligen Komponente hat, und weil man nach der Registrierung eine Merkliste erstellen kann. Anhand dieser Merkliste errechnet einem Schottenland dann, beim welchen Anbietern man die Komponenten am günstigsten bekommt, wenn man die Versandkosten mit einbezieht. Allerdings wird von Schottenland dabei nicht berücksichtigt, ob die Hardware-Händler so etwas wie eine Happy-Hour haben, also eine bestimmte Zeitspanne, in der man regelmäßig gar keine Versandkosten bezahlen muss. Dies sollte man dann wiederum selbst in Erfahrung bringen.

Da meine Schwester, also Stefans Mam, Internet-Bestellung gegenüber relativ skeptisch ist, dazu noch eine abschließende Bemerkung:
Wer im Internet bestellt kann sowohl ganz arg auf die Schnauze fallen, als auch die Schnäppchen seines Lebens schießen. Wie bereits erwähnt hat es sich für mich, solange ich in Aachen gewohnt habe, nicht gerechnet großartig im Internet zu bestellen. Da waren die Händler vor Ort, wenn überhaupt, nur unwesentlich teurer.
Davon ausgegangen, dass man sich das Warten auf das Paket sparen kann (in der Regel wird die Ware zwar innerhalb von 1 bis 2 Tage nach Zahlungseingang versendet, doch ein entscheidender Faktor spielt immer noch der Zusteller :( DHL *grrrrrrr* ), einen Ansprechpartner vor Ort hat, und die Ware bei Bedarf auch schnell umtauschen kann, war ich dort auch gerne bereit, ein den einen oder anderen Euro mehr zu bezahlen.
Ein Blick in die Preisliste des Fachhändlers vor Ort hat sich also immer rentiert!

Bezüglich der allgemeinen Seriosität von Internet-Händlern sehe ich es aber eher so, dass es speziell im Bereich der Unterhaltungselektronik doch sehr große Konkurrenz herrscht, und sich die Händler ins eigene Fleisch schneiden, sollten Unregelmäßigkeiten oder Verzug bei den Bestellungen bekannt werden. Wer sich nicht mit Hardware-Händlern im Internet auskennt, kann sich beispielsweise bei verschiedenen Preissuchmaschinen über deren Geschäfts-Gebaren informieren. Dazu genügt oft ein kurzer Blick auf die Bewertungen anderer User.

Und damit nun noch viel Spaß bei Ihrem eigenen kleinen oder größeren Rechner-Projekt oder Ihrem nächsten Einkauf im Internet!

 
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